Man muss sich fragen, warum Minister Schnieder ein Modell durchdrücken will, das pädagogisch so lückenhaft und gefährlich ist. Schaut man sich den Entwurf genau an, erkennt man die Handschrift von Akteuren wie der börsennotierten 123Fahrschule SE . Hier geht es nicht mehr um das Handwerk oder die individuelle Betreuung eines Fahrschülers. Hier geht es um Skalierung und Plattform-Interessen . Plattformen statt pädagogischer Verantwortung Für große Unternehmen ist dieses zerstückelte Modell (6 Stunden hier, 6 Stunden da, dazwischen 1.000 km privat) ein Goldesel: Theorie als Massenprodukt: Die Zentralisierung der Theorie spielt großen Online-Plattformen in die Hände, während der persönliche Bezug im Unterricht verloren geht. Der Fahrlehrer als „Abhaker“: In diesem System werde ich als Fahrlehrer zum reinen Kontrolleur degradiert, der nur noch die Fehler korrigieren soll, die sich in 1.000 km Laienausbildung eingeschliffen haben. Profit vor Sicherheit: Während wir in den Fahrschulen jed...
Führerschein-Zukunft: Fakten statt Fassade. Als ehemaliger Fahrlehrer blicke ich hinter die Kulissen der Verkehrspolitik. Während das BVM die „Laienausbildung“ als Reform tarnt, lege ich offen, wer wirklich profitiert. Hier finden Eltern, Fahrschüler und Kollegen die ungeschminkte Wahrheit über die Qualität unserer Verkehrssicherheit – von der fragwürdigen Ad-hoc-Gruppe bis zum Filz der Finanzmärkte. Unabhängig, investigativ und unserer Sicherheit verpflichtet.